Wenn eine Stelle im Mund einfach nicht abheilt
Einmal auf die Wange gebissen, zu heißen Kaffee getrunken oder an einer scharfen Zahnkante gerieben: Kleine wunde Stellen im Mund sind schnell passiert. Meist verschwinden sie von selbst wieder. Bleibt eine Veränderung jedoch bestehen, sollte man genauer hinschauen. Denn auch...
Einmal auf die Wange gebissen, zu heißen Kaffee getrunken oder an einer scharfen Zahnkante gerieben: Kleine wunde Stellen im Mund sind schnell passiert. Meist verschwinden sie von selbst wieder. Bleibt eine Veränderung jedoch bestehen, sollte man genauer hinschauen.
Denn auch die Mundschleimhaut kann Veränderungen zeigen, die zahnärztlich abgeklärt werden sollten. Das bedeutet nicht gleich etwas Ernstes. Entscheidend ist vor allem, wie lange eine Stelle besteht, auch dann, wenn sie gar nicht schmerzt.
Rot, weiß oder einfach wund?
Veränderungen der Mundschleimhaut können ganz unterschiedlich aussehen. Manche Stellen sind gerötet oder weißlich, andere fühlen sich rau an, brennen oder schmerzen. Auch kleine Geschwüre und Schwellungen kommen vor.
Häufig stecken harmlose Ursachen dahinter: eine Bissverletzung, eine schlecht sitzende Prothese, eine scharfe Zahnkante oder eine Aphte. Ist der Auslöser beseitigt, heilt die Schleimhaut normalerweise wieder ab.
Zwei Wochen sind eine gute Grenze
Bleibt eine auffällige Stelle länger als zwei Wochen bestehen, sollte sie zahnärztlich oder ärztlich abgeklärt werden. Das gilt auch für weiße oder rote Flecken, die sich nicht abwischen lassen, sowie für Wunden, die immer wieder bluten oder nicht verheilen.
In seltenen Fällen können länger bestehende Veränderungen Vorstufen oder Anzeichen von Mundhöhlenkrebs sein. Je früher eine ernsthafte Veränderung erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Behandlungsmöglichkeiten.
Hinschauen gehört zur Vorsorge
Bei der zahnärztlichen Kontrolluntersuchung geht es deshalb nicht nur um Zähne und Zahnfleisch. Auch Zunge, Mundboden, Wangen und andere Bereiche der Mundschleimhaut werden betrachtet.
Sie selbst können ebenfalls aufmerksam bleiben. Wer beim Zähneputzen oder vor dem Spiegel eine ungewöhnliche Veränderung entdeckt, sollte beobachten, ob sie wieder verschwindet.
Warnzeichen ernst nehmen
• Eine wunde Stelle heilt länger als zwei Wochen nicht ab.
• Weiße oder rote Flecken bleiben bestehen.
• Eine Stelle blutet wiederholt ohne erkennbaren Grund.
• Eine Schwellung oder Verhärtung bleibt bestehen.
• Kauen, Schlucken oder Sprechen bereiten zunehmend Probleme.
• Taubheitsgefühle an Zunge, Lippe oder im Mund treten neu auf.
Auch schmerzlose Veränderungen sollten kontrolliert werden, wenn sie länger bestehen bleiben. Solche Auffälligkeiten bedeuten nicht automatisch etwas Ernstes. Im Zweifel gilt aber: lieber einmal mehr zeigen als über Wochen ignorieren.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de








